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Hausboot Frankreich

Wir wollten mal was anderes als Hotel und All-inklusive. Wir wollten mit unseren Kindern in die Natur und uns einer neuen Herausforderung stellen. 2 Familien mit 1 Hausboot quer durch die Weinregion Languedoc in Südfrankreich, so die Idee unseres Reisebüros. Das klang vielversprechend und abenteuerlich!

Während in Deutschland und Mitteleuropa rekordartige Regenmassen Felder und Straßen überfluteten, fuhren wir in Richtung Südfrankreich. 1000 km, 1 Zwischenübernachtung in Genf und 5 Staus später kamen wir am Canal du Midi, in Port-Cassafiéres an: Kurze aber ausführliche Einweisung ins Boot, PKW-Schlüssel abgeben (unsere Autos wurde nach Beaucaire chauffiert) und Leinen los!

Beladung des PKW

Ganz schön wackelig so ein Ding… Und der Kanal auch enger als gedacht, wenn man bedenkt, dass das Hausboot sofort ausschert bei der kleinsten Rotation des Steuers. Schnell war klar, wer zum Kapitän ernannt wurde und wer Hilfsarbeiten zu erledigen hatte. Für unsere Kinder ein Riesenspass, denn natürlich durften Sie auch mal ans Steuer – jedenfalls dann, wenn der Kanal seeeeeehr breit wurde.

Und da kam auch schon die erste Brücke, durch die wir fahren mussten. Hier ziehen alle automatisch den Kopf ein – natürlich unnötig - und es geht ein Raunen über Deck…

Blick von Boot

Aber die eigentliche Herausforderung sind die Schleusen. Hier sind Geschicklichkeit und gutes Augenmaß gefragt. Stolz wie Bolle haben wir alle Schleusen ohne Bootsschaden bewältigt und kamen gut voran. Immerhin lagen insgesamt 128km vor uns und 1 Woche klingt da doch recht sportlich.

Landkarte

Auf dem Boot selbst hatten wir 4 Doppel-Kabinen und 4 Bäder – absolut ausreichend. Der Urlaub spielt sich komplett an Deck oder an Land ab, wenn man ein nettes Plätzchen zum Anlegen und Verweilen gefunden hat. Anlegen oder Anhalten kann man überall da, wo alle anderen Schiffe an einem vorbeikommen, es muss nicht immer ein Hafen sein. Auch eine Nacht im „Irgendwo“ kann Spaß machen… Land und Leute lernt man jedenfalls kennen und das Wasser unter sich lässt einen sofort den stressigen Alltag vergessen.

Das Boot haben wir unfallfrei in Baeucaire abgegeben und dank des Chauffeur-Service konnten wir die Reise sofort mit unseren eigene PKW nach Les Issambres fortsetzen.

Eindruck

Wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, eine schicke Villa mit Pool und die Aussicht auf weitere erlebnisreiche Urlaubstage kam uns sehr gelegen:

Eindruck: St. Tropez

In St. Tropez aßen wir das teuerste Eis aller Zeiten und sahen unglaubliche Yachten mit Security à la James Bond. In Nizza spazierten wir auf der Promenade des Anglais, besuchten den Markt und aßen natürlich Macarons. Das weltberühmte Casino Monte-Carlo sahen wir von außen und über die Formel-1-Strecke fuhren wir mit unseren eigenen Boliden. Es wurde absolut nicht langweilig und die zweite Woche ging ebenso wie die erste leider viel zu schnell vorbei.

Alles in allem war das ein bleibendes Erlebnis, was wir sicherlich auch gern wiederholen würden. Vielleicht in Schottland oder Irland?

Eindruck: St. Tropez